Den autistischen Teenager Nelsito zieht es immer wieder aus der Wohnung, die er aufgrund einer körperlichen Beeinträchtigung nicht allein verlassen sollte. Als dabei etwas schiefgeht, landet er im Spital. Doch selbst ans Bett gefesselt, erschafft er sich eine schillernde eigene Welt. In seiner Fantasie spinnt er die unerfüllten Träume seiner Nächsten weiter und legt zugleich ihre verborgenen Abgründe frei. So wird seine Mutter, eine mässig erfolgreiche Malerin, zur gefeierten Künstlerin im Überfluss. Fernando Pérez, bekannt für «La vida es silbar» und «Suite Habana», verbindet allegorisches Erzählen mit einem feinen Gespür für die Realität seines Landes. Zwischen Traum und Wirklichkeit spiegeln sich die Herausforderungen des kubanischen Alltags: Kubaner:innen müssen sich täglich neu erfinden, um über die Runden zu kommen. Pérez zeigt diese Misere nicht durch blossen Mangel, sondern in einer Welt des Luxus – und erzählt so von grundlegenden menschlichen Werten, die es in beiden Extremen zu bewahren gilt.



