Es ist faszinierend zu sehen, wie stark sich die Beachtung, die man Anfang des 20. Jahrhunderts den Werken psychisch kranker Menschen schenkte, auf die Kunstgeschichte auswirkte. Das Interesse, das Künstler wie Jean Tinguely, Paul Klee und Jean Dubuffet den Vertretern der Art Brut schenkten, zeigt, wie subtil die Grenzen zum Imaginären sind, das von Obsessionen, Träumen, Leiden und Krankheiten gespeist wird, diesen heimtückischen Übeln, die unsichtbar aus dem Innern kommen. Ausgehend vom Spital Waldau in Bern, das eine grosse Sammlung von Werken schizophrener Künstler hat, erkunden Michel Beretti und Hervé Nisic die bis heute anhaltende Faszination für die Art-Brut-Künstler.



